Noxon GmbH

Seedfinanzierung für Medtech-Unternehmen Noxon

Das Münchner Medtech-Unternehmen Noxon konnte im Februar erfolgreich eine "mehrere Millionen Euro" umfassende Seed-Finanzierungsrunde abschließen. Angeführt wurde diese vom High-Tech Gründerfonds und Bayern Kapital unter der Beteiligung von Auxxo sowie einem weiteren institutionellen Investor. Noxon entwickelt nicht-invasive Neuro-und Muskeltechnologien.

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Die Noxon GmbH wurde 2022 als Spin-off des Karlsruher Instituts für Technolgie, der Technischen Universität München und der Hochschule München gegründet. Das junge Unternehmen hat sich auf nicht-invasive Neuro- und Muskeltechnologien spezialisiert, mit denen die Muskelfunktion überwacht werden kann, um aus diesen Informationen passgenaue Therapien zu entwickeln.

Die von Noxon entwickelte Plattform vereint kontinuierliche Muskeldiagnostik und neuromuskuläre elektrische Stimulation (NMES) in einem alltagstauglichen tragbaren Gerät. Das Besondere ist eine geschlossene Feedback-Schleife aus Echtzeitmessung und personalisierter Muskel- und Nervenaktivierung über den Therapieverlauf hinweg sowie die nahtlose Integration in bestehende Produkte wie Tapes, Pflaster und orthopädische Hilfsmittel.

Die Summe in Höhe von „mehreren Millionen Euro“, die vom HTGF, von Bayern Kapital, Auxxo und einem weiteren Investor kommt, soll in die klinische Validierung der Plattform fließen und den Markteintritt erster Produkte ermöglichen.

Darüber hinaus arbeitet Noxon gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg und der Neurowissenschaftsgruppe N-Squared Lab an weiteren Anwendungen. Im Fokus steht dabei die gezielte Unterstützung der Muskelsteuerung bei Beeinträchtigung der Signalübertragung zwischen Gehirn und Muskel. Dazu zählen beispielsweise Lösungen zur Reduktion von Tremor bei Parkinson-Patienten.

Dr. Lena-Sophie Schütter, Investment-Managerin beim HTGF, äußerte sich zur Beteiligung an Noxon: „Mich überzeugt an Noxon, dass wirksame Therapie so einfach wird wie das Anlegen einer Bandage. Die Plattform für Muscle Computer Interface eröffnet Patientinnen und Patienten die Chance, Mobilität zurückzugewinnen und ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten – von der Prävention von Muskelatrophie bis zur Reduktion von Tremor bei Parkinson. Das ist ein echter Fortschritt für die Lebensqualität.”

Großes Potenzial sieht auch Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital: „Die Technologieplattform von Noxon, mit der sich menschliche Muskeln ‚auslesen‘ und im nächsten Schritt sogar stimulieren und aktivieren lassen, verfügt über signifikantes Potenzial in verschiedenen Anwendungsbereichen – insbesondere selbstverständlich in der Therapie und der medizinischen Rehabilitation. Potenziell können auf dieser Basis verschiedene, aktuell nur schwer therapierbare Krankheiten oder Verletzungen wie Parkinson oder Lähmungen schneller und damit für den Patienten schonender behandelt werden. Sowohl für die Medizintechnik als auch für das Gesundheitswesen würde dies einen großen Mehrwert darstellen. Damit ist Noxon für uns ein vielversprechendes Investment.”

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